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Veauche, Glasbläserei, Aussicht und die Loire 

    

 

 

Foto von Peter Voigt

 

Veauche liegt im „Forez“, an den Ufern der Loire, 15 km entfernt von St. Étienne und 22 km von Montbrison.

Der Ursprung der Kommune ist höchstwahrscheinlich bedingt durch eine sehr alte – vermutlich römische oder noch ältere – Handelsstraße, die von Feurs nach Saint Rambert verlief. Dieser Weg, dessen Spuren man noch sehr gut parallel der Nationalstraße RN 82 erkennen kann, findet sich auf den heutigen Straßennamen „Max de Saint Genest“ und „Bathélémy Villemagne“. Bis zum Bau der neuen Straße (um 1829) war dieser alte Weg der einzige, um von Roanne nach Saint-Étienne zu gelangen.

Bis zum Jahre 1932 gab es unterhalb der Altstadt keine Brücke über die Loire. In Richtung Sury-le-Comtal oder in Richtung Montbrison gab es eine Furt und eine Fähre. Diese war eingebunden in einen alten Weg, der das Territorium von Veauche diagonal von Nordwest nach Südost durchquerte.

 

Für die Wanderer

An einer Wegkreuzung in der südlichen Mitte der Altstadt befindet sich das Kreuz des Heiligen Jakobs, welches aus dem frühen XVII. Jahrhundert stammt. Es wurde 1961 restauriert und auf halber Höhe eine Statue des Hl. Jakob hinzugefügt.

Der Brunnen von Chana, dessen Wasser für segensreich gehalten wurde, ist wie ein Oratorium aufgebaut. Die Jahresangabe von 1416 auf dem Kreuz ist nicht ganz sicher, da es in jüngerer Vergangenheit wiederhergestellt wurde. Es ist sehenswert. Von dort hat man eine sehr schöne Aussicht auf das Loiretal und die Ebene des Forez.

 

Foto P. Voigt 

 

Veauche ist aber hauptsächlich eine Stadt der Glasbläserei

Der Beginn der Glasherstellung in 1883 löste ein beträchtliches Wachstum der Kommune aus. Mit der Aufgabe betraut, die Badoit-Quelle mit Flaschen zu versorgen – statt diese von Rive-de-Gier kommen zu lassen – kümmerten sich die Glasbläsermeister Boichot und Laurent um die Errichtung und den Start der Glasfabrik und darüber hinaus – wir sind im XIX. Jahrhundert – um den Bau einer Arbeitersiedlung von 28 Häusern, einer Kirche und einer Schule (Sainte Stéphanie). Die Wahl des Ortes war bedingt durch seine Lage in der Ebene, Nähe zur Eisenbahnlinie, durch die Kreuzung der Achsen Saint-Étienne/Roanne und Montbrison/Chazelles, aber auch durch die Kohle-Versorgungssicherheit durch die Bergbauminen von Sainte-Foy-l’Argentière.

Heute ist die Glasfabrik „BSN GLASSPACK“ spezialisiert auf die Herstellung hochwertiger Flaschen und hat damit – zumindest auf nationaler Ebene – einen exzellenten Ruf. Besichtigungen sind nach Terminabstimmung möglich.

 

Sehenswürdigkeiten

Die Kirche der Altstadt

Sie wurde in präromanischer Zeit erbaut, ca. um das Jahr 1000. Anscheinend gehörte die Kirche der Abtei Ainay (Lyon), da das älteste bekannte und authentische Dokument aus dem Jahre 1153 stammt. Im Jahre 1379 wird berichtet, daß die Klosterkirche von Veauche – ebenso wie in die in Chambœuf – in Ruinen liegt, zweifellos eine Folge des unglücklichen Hundertjährigen Krieges.

Ein Teil des alten präromanischen Gebäudes wurde im XVI. Jahrhundert zerstört, dann wieder im gotischen Stil aufgebaut, vergrößert und 1946 restauriert.

Von der ursprünglichen Kirche bleiben nur der Portalvorbau und die Mauern der ersten beiden Sitzreihen. Die Mauern sind geschmückt durch Bögen, die auf Säulen ruhen, über die sich acht ineinander verflochtene Kapitelle ranken. Wie zwei andere Kirchen der gleichen Epoche aus dem Forez, war der Giebel mit einer netzartigen Struktur geschmückt, gebildet aus kleinen, rautenförmig angeordneten Steinen.

Im Inneren der Kirche war die Arm-Reliquie des Heiligen Pankratius zu betrachten, Silber auf Holz, mit einer außergewöhnlichen Form (geballte Faust), wahrscheinlich einzigartig in Frankreich. Es ist das Werk eines Lyoner Goldschmiedes um die Jahre 1469-1470. Das historische Monument wurde bedauerlicherweise im August 1978 gestohlen.

 Foto P. Voigt 

 

 

 

 

 

Das Schloß des Feudalherrn

Die erste Mal wird das Schloß im Jahre 1260 erwähnt, aber es ist zweifellos wesentlich älter. In der näheren Umgebung der Kirche gibt es nur noch geringe Überreste (Mauerstücke, Turmteile, unter­irdische Hohlräume) auf den Besitztümern Cholat, Thomas, Valla und Fillaire, da das Viertel im Jahre 1885 völlig verändert wurde, durch den Bau der  Landstrasse 54, die bis zur Loire führt (der tiefe Einschnitt löste mehrer Einstürze aus) sowie durch den Eingriff an dem Platz Abbé Blard, wo sich viele alte Häuser befanden.

Der Herrschaftsbereich von Veauche scheint, im XIII. Jahrhundert zwischen den Familien „De Roussillon“ et „De Veauche“ aufgeteilt worden zu sein, mehrere der Herren hießen „Roland De Veauche“.

 

Autor Andreas Küchemann 

 

Mehr Infos

http://www.ville-de-veauche.fr/public/decouvrir-veauche.php

 

  

 

 

 

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